Bei vielen Agenturen und Unternehmen wird Powerpoint immer müde belächelt. Warum eigentlich? Denn das originäre Präsentationsprogramm hat viel mehr zu bieten als Hauptdarsteller dröger Vorträge zu sein. Wir möchten eine Lanze brechen und sagen: “Benutzt mehr Powerpoint!”

Sie kennen das: Sie gehen in eine Veranstaltung und die Vorträge beginnen. Der Raum wird zum besseren Kontrast abgedunkelt und der Präsentator beginnt seinen Monolog. Wie es in den meisten Fällen weitergeht, können Sie sich sicher gut vorstellen oder nötigenfalls noch einmal auf der Lernkarte “Powerpoint I – Präsentieren mit Folien” nachlesen, die es hier kostenlos zum Download gibt.

Powerpoint – Präsentieren mit Folien

Nicht umsonst befindet sich Powerpoint in Jane Harts Liste der Top 100 Learning Tools auf Platz 5. Denn es kann viel mehr als Sie glauben. Der Reihe nach. Warum ist Powerpoint so erfolgreich? Nun, es ist immer noch eines der am einfachsten zu bedienenden Programme, um Lerninhalte strukturiert aufzuarbeiten und darzustellen. Oder wie es Jochen Robes formuliert: “That’s my everyday tool and I am still waiting for something better“. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr – oder weniger – sinnvolle Erweiterungen hinzu wie Formen, die hübsch schnellformatiert werden können oder verbesserte Folienmaster.

Doch Powerpoint kann viel mehr als nur zur visuellen Unterstützung eines Vortrags zu dienen. Denn die meiste Kraft hat es im Zusammenspiel mit zusätzlichen Plugins. Wir stellen hier nun fünf Methoden vor, wie Sie Powerpoint effektiver einsetzen können.

… als Layoutprogramm

Die Designer werden müde lächeln, doch gerade im semiprofessionellen Bereich lassen sich sehr schnell recht ansehnliche Inhalte produzieren. Oder hätten Sie gedacht, dass unsere skillboxx-Karten oder die hochwertigen Angebote in der Vorproduktion mit Powerpoint erstellt wurden? Durch das Ebenenmodell, wie man es aus Photoshop kennt, gepaart mit den PPT-eigenen Formatierungsoptionen und Formen lassen sich hier hochwertig aussehende Layouts gestalten, die sich vor professionellen Satzprogrammen wie InDesign nicht verstecken müssen. Dass man Abstriche in Sachen typografischer Gestaltung, Druckoptimierung oder im Farbmanagement machen muss, kann man bei kleineren Produktionen und wenn’s mal nicht so aufwendig werden muss, hierbei getrost außer acht lassen.

Eine exemplarische Angebotsfolie

… als Mindmapping-Tool

Man mag von der Optik der Formen und SmartArts halten, was man will, aber sie lassen sich prima umfunktionieren, um Mindmaps zu erzeugen. Anders herum genauso: Aus Mindmeister lassen sich *.pptx-Formate exportieren und dort weiterverarbeiten.

… als Basis für interaktive PDFs

Besitzen Sie Acrobat Pro ist auch automatisch ein Add-In für Powerpoint dabei. Damit lassen sich Flash-Elemente auf die Folien einbetten – wie z.B. Videos, Interaktionen oder Animationen. Eine schöne Vorstufe für interaktive PDFs, die Sie dann in Acrobat Pro weiterbearbeiten können.

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… als Screencasting-Tool

Camtasia kennen Sie sicher. Das Screencasting-Programm hängt sich bei der Installation automatisch in Powerpoint als Add-In. Man kann die Folien vertonen, die programmtypischen Effekte und Callouts einfügen und damit ansprechende Videotutorials produzieren.

… als eLearning-Programm

Für uns dient Powerpoint in Verbindung mit Adobe Presenter als ein mächtiges Tool zur Erstellung von eLearning-Modulen, genauer gesagt Rapid Content Modulen. Wesentlich schlanker als Captivate hängt sich Presenter ebenfalls direkt als Add-In in Powerpoint hinein und wird von dort bedient. Hier lassen sich Interaktionen, Quizze, Videos und Audios einbinden sowie natürlich auch die Folien vertonen. Die Module können sowohl im Flash- als auch im HTML5- und SCORM-kompatiblen Format exportiert werden, eine Schnittstelle zu PDF und Adobe Connect gibt es ebenfalls. Hierüber haben wir schon zahlreiche “Lernhäppchen” produziert.

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Sie sehen, Powerpoint muss nicht als Synonym stehen für langweilige Präsentationen. Nutzen Sie es sinnvoll, experimentieren Sie und Sie werden das Programm genauso lieb gewinnen wie wir. Denn Powerpoint ist nur so gut, wie derjenige, der es bedient. Oder belächeln Sie auch Photoshop müde, weil es viele Menschen zur Filterschlacht verhunzen?


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5 Kommentare
  1. […] Für Nachrichten, die mein Handwerkszeug und damit meine Produktivität betreffen, habe ich ja ein Faible. Und wenn ich dann noch kurz im Artikel erwähnt werde, ist fast alles gut. Markus Kolletzky beschreibt hier sehr schön, was man mit PowerPoint alles tun kann (viel mehr als ich damit tue): Layouts, Mindmapping, interaktive PDFs, Screencasting, eLearning (was sicher nicht jeder eLearning-Experte gerne hört). Vielleicht würde ich noch SlideShare ergänzen, um auch die Verbindung von PowerPoint und Social Media hochzuhalten. Dazu passt auch SlideShare Zeitgeist 2013. Markus Kolletzky, edutrainment company, 30. Januar 2014 […]

  2. […] Bei vielen Agenturen und Unternehmen wird Powerpoint immer müde belächelt. Warum eigentlich? Denn das originäre Präsentationsprogramm hat viel mehr zu bieten als Hauptdarsteller dröger Vorträge zu sein. Wir möchten eine Lanze brechen und sagen: “Benutzt mehr Powerpoint!”Sie kennen das: Sie gehen in eine Veranstaltung und die Vorträge beginnen. Der Raum wird zum besseren Kontrast abgedunkelt und der Präsentator beginnt seinen Monolog. Wie es in den meisten Fällen weitergeht, können Sie sich sicher gut vorstellen oder nötigenfalls noch einmal auf der Lernkarte “Powerpoint I – Präsentieren mit Folien” nachlesen, die es hier kostenlos zum Download gibt.  […]

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