Veröffentlicht von patrick

Lange Zeit war gute Führung eine Frage des Charismas. Diese Ansicht ist mittlerweile überholt. Führung kann mam lernen und es geht dabei um drei wesentliche Kompetenzen: Aufrichtigkeit zeigen, Sicherheit geben und dem Mitarbeiter helfen, den richtigen Fokus zu finden.

Noch immer wird wirtschaftlicher Erfolg vorrangig der Führungsriege in den Unternehmen zugeschrieben. Diese Ansicht war noch nie ganz richtig, aber sie ist auch nicht ganz falsch. Denn Führungskräfte haben entscheidenden Anteil am Erfolg und Misserfolg.

In der FAZ-Ausgabe vom 6. Dezember war hierzu ein spannender Artikel, der die Wichtigkeit der Weiterbildungsbranche herausstellt.

Insbesondere dank der aktuellen Wirtschaftskrise stellt sich die Frage, welche Lehren sich für die Weiterbildung für Manager ziehen lassen. Die Goethe Business School hat schon vor der Krise ein Gremium eingerichtet, in dem sich Personalleiter und Wissenschaftler regelmäßig zu diesem Thema austauschen. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Führungskompetenzen für Unternehmen von besonderer Bedeutung sind.

Übereinstimmend erklärten alle Mitglieder des Gremiums, dass generell die sozialen Kompetenzen von besonderer Bedeutung sind und künftig noch wichtiger werden. Für Lutz Siebert, Leiter der Personalentwicklung der Fraport AG, heißt das, dass drei Faktoren eine gute Führungskraft ausmachen: Selbstführung steht dabei an erster Stelle. Weiterhin müssen Führungskräfte ihren Mitarbeitern Orientierung geben können und die Arbeit auf Ziele hin fokussieren. Der dritte entscheidende Faktor ist die Fähigkeit, Stärken und Potentiale der Mitarbeiter einzuschätzen. Zusammenfassen geht es also darum, dass Führungskräfte lernen müssen, über sich selbst, ihre Werte, ihre Verantwortung und ihr Handeln nachzudenken.

Aber wie kann man so etwas lernen? Schließlich gibt es für persönliche und emotionale Intelligenz keine Patentrezepte. Es handelt sich vielmehr um eine Grundhaltung, die es zu identifizieren und entwickeln gilt, um sie so im Arbeitsalltag zu verankern. Drei wesentliche Führungskompetenzen gilt es dabei vor allem auszubilden: Eine zeitgemäße Führungskraft sollte in der Lage sein, seinen Mitarbeitern aufmerksam und aufrichtig gegenüber zu treten um so ihre Emotionen anzunehmen, auszuhalten und aufzugreifen. Weiterhin müssen Führungskräfte Sicherheit geben, um bei der Zielfindung und Zielverfolgung unterstützend zur Seite zu stehen. In diesem Zusammenhang ist es entscheidend, die individuellen Stärken zu aktivieren und zum Einsatz zu bringen. Entscheidend ist hierfür die Grundhaltung zur eigenen Führungskultur – weg von den Problemen, hin zu den Lösungen.

Das alles umzusetzen ist im Arbeitsalltag eine schwierige Aufgabe. Helfen dabei kann oftmals ein Coach, der der Führungskraft zur Seite gestellt wird. Vielerorts fordern Personalverantwortliche, das Thema Coaching bereits in die Ausbildung aufzunehmen, damit (spätere) Führungskräfte frühzeitig lernen, wie sie dieses Instrument im Arbeitsalltag unterstützen kann. Klar ist in diesem Zusammenhand auch, dass ein Coach die Lern- und Veränderungsbereitschaft nicht ersetzen kann. Jede Führungskraft muss selbst die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Das ist es schließlich, was eine Führungskraft auszeichnet.

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