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Autodidaktisches Lernen: Allein war gestern

Was mit der Methode des autodidaktischen Lernens alles möglich ist, fasziniert uns regelmäßig. Neben der puren Hirnleistung, die Ehrfurcht einflößt, ist es vor allem die Disziplin, das „Dranbleiben“ über einen langen Zeitraum, das uns beeindruckt angesichts der Vorstellung, dass da jemand einsam in seinem Kämmerlein sitzt und dicke Bücher wälzt.

Eine Vorstellung, die einer zeitgemäßen Form des autodidaktischen Lernens jedoch gar nicht mehr entspricht. Der Selbstlerner von heute nutzt vielfältige Kanäle, um an Wissen zu kommen und ist online wie offline gut vernetzt. Was geblieben ist, ist das Maß an Selbstdisziplin und -organisation, das es braucht, um wirkungsvoll zu lernen.

Die Basics I: Motivation – Das Ziel erleichtert den Weg

Keine Deadline, keine Prüfung, kein Zertifikat – wer autodidaktisch lernt, hat niemanden, der sein Können überprüft oder Wissenslücken sanktioniert. Umso wichtiger ist die intrinsische Motivation. Diese sollte nicht nur einmalig als Initialzündung vorhanden sein, sondern muss über den ganzen langen Lernweg tragen. Einmal den Schwiegervater im Schach schlagen. In der Lieblingsbar selbst auf der Bühne stehen und „Hotel California“ spielen. Selbst einen TED-Talk halten – wer ein klares Ziel vor Augen hat, hat gute Chancen, sich auch über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder aufrappeln zu können.

Lernen

Die Basics II: Hirnleistung – Ohne „Corpus Callosum“ kein Lernerfolg

Dass unsere Gehirnhälften unterschiedlich ticken, ist mittlerweile weithin bekannt: links merken wir uns Zahlen, denken logisch, lernen Sprachen und rechnen; rechts sind wir neugierig, musikalisch, künstlerisch und kreativ unterwegs. Texte und Zahlen auf Papier sprechen ausschließlich die linke Hirnhälfte an, was dazu führt, dass wir Gelesenes schnell wieder vergessen.

Damit der Stoff hängenbleibt, müssen beide Teile des Gehirns aktiviert werden, sodass der „Corpus Callosum“, der Nervenstrang zwischen beiden Hälften, fleißig Informationen hin- und herschiebt. Dafür braucht es abwechslungsreiche Lernformen. Kombinieren Sie die Buch-Lektüre mit einem Chat im Expertenforum, einer Skype-Session mit anderen Lernenden oder einem TED-Vortrag, den Sie sich auf einer Online-Videoplattform ansehen. Werden Inhalte mit Bewegungen verknüpft, bleiben sie noch besser im Gedächtnis. Dass diese Form des Lernens auch mehr Spaß macht, ist nicht nur ein netter Nebeneffekt, sondern wirkt sich zusätzlich lernfördernd aus. Denn positive Emotionen sorgen dafür, dass die rechte Gehirnhälfte aktiv bleibt. Haben Sie eigentlich Jonglierbälle im Haus?

Die Basics III: Stoff, Zeit, Raum – Ordnung ist das halbe Lernen

Lernen braucht Struktur. An der Uni oder bei Weiterbildungen geben feste Zeiten, Formate und Ansprechpartner sowie einmalige oder regelmäßige Prüfungen den Rahmen vor. Jeder weiß, bis wann er welches Wissen in welcher Form parat haben muss. Beim autodidaktischen Lernen gibt es diese Vorgaben nicht. Wer eigenständig lernt, muss sich selbst eine Struktur schaffen, sich selbst regelmäßig testen und sich, wenn nötig, auch mal „durchfallen“ lassen. Zur Lernstruktur gehören:

  • Lernstoff: Was wollen Sie wie lernen? Welche Bücher lesen? Wie das Gelesene verarbeiten und wiederholen? Welche anderen Kanäle wollen Sie nutzen? Wie wollen Sie Ihren Wissensstand testen und in welchen Abständen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Lernstoff und teilen Sie ihn in sinnvolle Blöcke auf – sowohl, was die Inhalte angeht, als auch in Bezug auf die Lernform und den Medieneinsatz.
  • Lernzeit: Wie oft und wie lange wollen Sie täglich, wöchentlich, monatlich lernen? Wichtig dabei: Seien Sie realistisch! Wenn es nur 15 Minuten am Tag sind, ist das in Ordnung. Diese 15 Minuten sollten Sie aber auch konsequent einhalten und bei Ausfall am nächsten Tag nacharbeiten.
  • Lernraum: Wo wollen Sie lernen? An einem festen Ort? Auch mal unterwegs? Haben Sie die nötigen Voraussetzungen – räumlich und technisch? Was brauchen Sie, um konzentriert, aber auch mit allen Sinnen zu lernen? Schaffen Sie sich eine Lernumgebung, die Sie nicht ablenkt, aber das nötige kreative Umfeld schafft.

old-fashioned eLearning

E-Learning: Alle zusammen und jeder für sich

Das Bild vom einsamen Autodidakten ist längst veraltet. Wer online ist, ist ja nie so richtig allein. Das gilt auch fürs Lernen. Das Internet liefert jede Menge Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten und Experten auf dem angestrebten Fachgebiet auszutauschen. Gruppen, Foren und Communities, in denen die Mitglieder ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig beim Lernen helfen, gibt es zu fast allen Themen. „Challenges“ oder „Missionen“, bei denen die Teilnehmer innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes ein bestimmtes Qualifikationslevel erreichen müssen, helfen, wenn die Motivation zwischendurch mal im Keller ist. Via E-Mail, Chat und Filesharing können Sie einzelne Kontakte intensiver pflegen und sich ganz konkret mit Informationen unterstützen. Die Vernetzung mit Gleichgesinnten wirkt sich dabei in vielerlei Hinsicht positiv auf den Lernfortschritt aus:

  • Fehler nicht wiederholen: Suchen Sie sich Experten, die sich nicht als unfehlbar inszenieren, sondern die Einblicke in ihren Lernprozess mit all seinen Tücken geben. Fehler, die andere bereits gemacht haben, können Sie so umgehen. Umgekehrt helfen Sie anderen dabei, nicht in den Sackgassen zu landen, in denen Sie schon vorbeigeschaut haben.
  • Vielschichtigkeit erkennen: Wer allein lernt, verknüpft neue Informationen mit bereits vorhandenem Wissen und eigenen Erfahrungen. Die meisten Themen sind jedoch sehr komplex und erlauben vielfältige Sicht- und Herangehensweisen. Durch den Austausch mit anderen erweitern Sie Ihr Blickfeld und bekommen möglicherweise Informationen zu Themen und Aspekten, die Ihren autodidaktischen Lernprozess in eine ganz neue Richtung lenken.
  • Vom Netzwerk profitieren: Die Begeisterung für ein Thema verbindet. Wenn dann auch noch die Kommunikation gut funktioniert, ist das eine gute Basis, um sich langfristig beim Lernen – und Dranbleiben – zu unterstützen. Ist Ihr Lernpartner eventuell schon etabliert auf seinem Gebiet und hat Kontakte zu relevanten Unternehmen und Entscheidern, kann dies Ihre Chance sein, durch Empfehlung ebenfalls in der Branche Fuß zu fassen.

Viel Spaß beim gemeinsam-einsamen Lernen!


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