„Ich brauch mal kurz jemanden, der mir die Studienlage zu Lerntransfer raussucht.“
„Und dann bitte noch einen knackigen Text für die Präsentationsfolie.“
„Ach, und ein passendes Bild wäre auch nicht schlecht.“
Klingt nach einem ganz normalen Montagmorgen in einem L&D-Projektteam? Oder nach Wunschdenken?
Seit es die neue @mention-Funktion in ChatGPT gibt, ist das beides: Alltag und möglich, ohne Teammeeting, ohne Toolwechsel und ohne Copy-Paste-Karussell.
Was ist eigentlich die @mention-Funktion?
Stell dir vor, du führst ein Gespräch mit ChatGPT – und holst per @ einfach noch eine zweite, dritte oder vierte KI dazu.
Jede mit einer klaren Rolle.
Jede springt mitten im laufenden Kontext ein.
Und: Alle kennen die bisherige Unterhaltung.
Du tippst einfach @MarketingGPT, @ResearchGPT oder @DesignGPT – und der jeweils spezialisierte GPT übernimmt seinen Teil.
📌 Wichtig: Das funktioniert nur mit Custom GPTs – also deinen eigenen, spezialisierten KI-Helfern, die du einmal anlegst und dann immer wieder nutzen kannst.
Warum das so hilfreich ist – vor allem im Lernkontext
Die meisten Learning & Development-Projekte leben von klarem Rollenverständnis:
- Jemand recherchiert die Inhalte
- Jemand strukturiert sie didaktisch
- Jemand formuliert, gestaltet, denkt in Zielgruppen
- Jemand prüft, ob das Ganze auch noch schön aussieht
Mit der neuen Funktion kannst du genau das abbilden – nur eben mit GPTs.
Ein Beispiel aus dem Alltag:
- Du fragst @ResearchGPT:
„Was sagt die aktuelle Forschung zu Blended Learning im Vertrieb?“ - Du leitest die Antwort direkt weiter an @MarketingGPT:
„Formulier daraus bitte einen verständlichen Text für unsere Kundenunterlage.“ - Und dann noch an @DesignGPT:
„Erstell mir ein Visual im Querformat – am besten mit Metapher.“
Ergebnis:
Ein Mini-Team aus KI-Helfern – im selben Chat, ohne Kontextverlust. Und du bist die Dirigentin / der Dirigent.
So baust du dir dein GPT-Team
Du brauchst kein IT-Studium und keine API-Kenntnisse. Alles, was du brauchst, ist ein GPT-Plus-Abo und ein bisschen Vorstellungskraft. Denn gute GPTs entstehen aus klaren Rollen – nicht aus Technik.
Hier ein Beispiel für ein kleines, schlagkräftiges Team:
@ResearchGPT
Hat die Aufgabe: Studien & Fachwissen liefern
Hat die GPT-Beschreibung (im Builder): „Du denkst wie eine Wissenschaftlerin.“
@StrukturGPT
Hat die Aufgabe: Inhalte sortieren & gliedern
Hat die GPT-Beschreibung (im Builder): „Du bist ein Logik-Fan mit Blick fürs Wesentliche.“
@MarketingGPT
Hat die Aufgabe: Texte schreiben, knackig & klar
Hat die GPT-Beschreibung (im Builder): „Du bist Copywriter:in mit Gespür für Zielgruppen.“
@DesignGPT
Hat die Aufgabe: Bilder erzeugen mit DALL·E
Hat die GPT-Beschreibung (im Builder): „Du denkst in Visuals und machst es schön.“
Best Practice aus unseren Projekten
Wir nutzen GPT-Teams inzwischen regelmäßig:
- zur Vorbereitung von Trainingsunterlagen
- zur Entwicklung von Personas
- beim Schreiben von Lerntexten
- zur Visualisierung von Lernpfaden
- und ja: auch zur Ideenfindung, wenn’s mal klemmt
Was sich bewährt hat: Klar sagen, was jede GPT-Rolle darf – und was nicht.
Z. B. „Fasse dich kurz“, „Nutze die Fachbegriffe aus dem PDF“ oder „Sprich in der Du-Form, aber nicht zu flapsig“.
Die GPTs arbeiten dann nicht gegeneinander, sondern wie ein gutes interdisziplinäres Team.
Aber Vorsicht, Teamleitung bleibt bei dir
So genial das Ganze ist – eine kleine Warnung: Die GPTs machen, was du ihnen sagst. Nicht mehr – und auch nicht weniger. Du bist und bleibst die strategisch denkende Instanz. Also: Kein blinder Autopilot. Sondern smarte Arbeitsteilung. Und genau darin liegt der Reiz: Du führst das Projekt – dein GPT-Team unterstützt dich.
Fazit
Die neue @mention-Funktion ist nicht einfach ein Gimmick. Sie verändert, wie wir mit KI arbeiten – vor allem in Projekten, in denen viele Teilaufgaben ineinandergreifen: wie z. B. in der Trainingsentwicklung.
Wenn du deine GPTs klug anlegst und dir ein flexibles Team baust, kannst du damit richtig Tempo aufnehmen und gleichzeitig die Qualität deiner Arbeit erhöhen.
Wichtig bleibt nur eins:
GPTs ersetzen keine Didaktik, kein Zielgruppenverständnis, keine Haltung. Aber sie helfen dir, deine Ideen schneller, strukturierter und kreativer umzusetzen. Und manchmal ist das schon die halbe Miete.

Neugierig geworden?
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