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Erinnern Sie sich noch an die binomischen Formeln, können Sie das Wirken des Gaius Julius Caesar zusammenfassen oder das Stilmittel „Alliteration“ definieren? Vermutlich entsteht bei Ihnen gerade ein Stressgefühl. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie dieses Schulwissen schon längst vergessen haben. In der Schule lernen wir meistens von Klausur zu Klausur. Der Effekt ist Lern-Bulimie. Dabei kennt die Wissenschaft schon lange einen anderen Effekt. Diesen können wir ausnutzen, um unser Langzeitgedächtnis zu trainieren: Der Spacing-Effekt.

Was passiert beim Spacing-Effekt?

Im Jahre 1987 veröffentlichte das Journal of Experimental Psychology eine bemerkenswerte Studie. Die Forscher teilten Spanisch-Studenten in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe wurde bereits nach einem Tag auf gelernte Vokabeln getestet, während die zweite Gruppe erst Wochen später geprüft wurde. Acht Jahre später wurde das Vokabelwissen der Studenten erneut abgefragt. Das Ergebnis war verblüffend: Die zweite Gruppe hatte sich dreimal so viele Wörter merken können. 

Schon im 19. Jahrhundert fand der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus in zahlreichen Selbstversuchen heraus, dass gleich nach dem Erlernen am meisten vergessen wird. Zudem wird es mit zunehmender Zeit deutlich anstrengender, das Wissen abzurufen. Und genau hier liegt die Erklärung für den Spacing-Effekt: Die harte Arbeit des Gehirns führt dazu, dass das Wissen aus dem Kurz- in das Langzeitgedächtnis verschoben wird.

Vergessenskurve nach Ebbinghaus

Lassen Sie sich also nicht zu sehr von schnellen Fortschritten täuschen, wenn Sie lernen. Streben Sie lieber schwieriges und kontinuierliches Lernen an und es wird sich auf lange Sicht auszahlen.

4 Schritte, wie Sie Spaced repetition für Prüfungen nutzen können

  1. Nehmen Sie Ihren Blick immer wieder von der Lernquelle, wie Text, Video oder Testfragen. Versuchen Sie sich aktiv daran zu erinnern, was Sie aufgenommen haben.
  2. Versuchen Sie sich an das Gelernte zu erinnern, während Sie fahren, gehen oder joggen – fern vom Schreibtisch. Gehen Sie im Anschluss zur Lernquelle zurück.
  3. Wiederholen Sie den Erinnerungsprozess alle 24 bis 48 Stunden, ohne allerdings zu tief ins Detail zu gehen.
  4. Ein paar Tage vor der Prüfung wollen Sie das Gelernte ins Langzeitgedächtnis überführen. Studieren Sie dafür den Inhalt bis ins letzte Detail, in dem sie intensiv lesen, zuschauen bzw. zuhören.

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