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Über den Tellerrand 4/2016 – HR-Links der Woche: Management-Trends, Führen wie Jogi Löw und Prokrastination zur Kreativitätssteigerung

Jeden Sonntag haben wir gesammelte Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

haufe.de
Management-Trends im Spiegel von Google” – Mittels des mächtigen Werkzeuges „Google Trends“ hat die HR-Beratung HRpepper analysiert, wie häufig typische (HR-)Managementbegriffe in den letzten zehn Jahren gesucht wurden.

t3n.de
Wer prokrastiniert, ist kreativer!” – Prokrastination, das Aufschieben von Aufgaben, hat keinen guten Ruf. Eine Studie hat jetzt aber gezeigt, dass mit dem Aufschieben ein erhöhtes Maß an Kreativität einhergeht.

apriori.de
Innovation: Von Hidden Champions lernen” – Innovation ist DER Erfolgsmotor für Unternehmen. Immer mehr Firmen schreiben sich selbige als strategisches Ziel auf die Fahne. Aber lässt sich Innovation institutionalisieren?

capital.de
Leading by Löw” – Hans-Dieter Hermann, Psychologe der Nationalmannschaft, über den Führungsstil des Bundestrainers, die Bedeutung der zweiten Reihe – und warum Joachim Löw ein Vorbild für Manager ist.

zeit.de
Autorität: “Niemand wird für seine Führungsposition respektiert”” – Eine Führungsposition bedeutete automatisch Macht und Autorität. Künftig müssen sich Chefs Respekt verdienen, sagt der Arbeitswissenschaftler Frank Baumann-Habersack.

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Über den Tellerrand XVI/15 – HR-Links der Woche: Todsünden im Projektmanagement, Tipps zum brainstormen und die DNA der Rulebreaker

Jeden Sonntag haben wir gesammelte Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

brandeins.de
Sinnvolle Unordnung” – Die Haufe-Gruppe aus Freiburg hat erkannt: So verschieden die Menschen in einem Unternehmen, so verschieden müssen auch die Führungsstile sein. Ein tolles Porträt über den Wandel des Unternehmens.

cio.de
Mitarbeiter demotivieren: 7 Todsünden im Projektmanagement” – Habgier, Zorn und Faulheit, das sind auch fatale Fehler bei Projekten. Lieber sollte man sich an die neun Regeln halten, die Deloitte in Sachen operativer Readiness gibt.

leadion.de
Mitarbeitertypen und -haltungen in Veränderungsprozessen” – Mitarbeiter reagieren ja nach Qualität des Veränderungsprozesses und Mitarbeitertyp recht unterschiedlich auf Veränderungen in Unternehmen. Dietmar Vahs typisiert einige sehr plausible Haltungen von Mitarbeitern.

karrierebibel.de
Lebenslanges Lernen: Warum Sie nie aufhören sollten” – Lebenslanges Lernen – was zunächst wie ein Urteil klingt, birgt für Arbeitnehmer große Chancen – beruflich, privat sowie für die Persönlichkeitsbildung und -entwicklung. Es gibt viele Gründe, warum auch Sie nie aufhören sollten, Ihr Wissen zu erweitern.

blended-solutions.de
Vom Trainer zum Lernbegleiter” – Die Verantwortung dafür, was, wann, wo und wie gelernt wird, liegt nicht mehr primär bei der Personalentwicklung oder den Trainern, sondern in erster Linie bei den Mitarbeitern selbst.

futability.wordpress.com
Interview: Die DNA der Rulebreaker” – Trendforscher Sven Gabor Janszky gibt in einem Interview Einblick in die “DNA der Rulebreaker”.

360training.com
Fundamentals of Good elearning Scenarios” – Kennen und beherzigen Sie sicher schon, ist aber als Stichpunktzettel für künftige eLearningprojekte sicher sehr hilfreich.

lecturio.de
Vorteile der betrieblichen Fortbildung” – lecturio.de zeigt Ihnen mit 7 Argumenten, welche betriebsweiten Zielsetzungen sich über geeignete Weiterbildungsmaßnahmen erreichen lassen und warum es sich lohnt, diese in das Unternehmensprofil zu integrieren.

SPIEGEL online
Brainstorming: Tipps für gute Ideen” – “Ja, dann macht mal” – so endet ein Brainstorming leicht in peinlichem Schweigen. Dabei helfen schon Kleinigkeiten, damit im Team die Ideen sprudeln. Walt Disney hatte eine ganz eigene Methode.

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Über den Tellerrand VI/15 – HR-Links der Woche: Kreativitätswecker, Kompetenzentwicklung mit Mobile Learning und Digitalisierung im HR

Jeden Sonntag haben wir gesammelte Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

creativebloq.com
Unlock your inner creative genius in 5 simple steps” – Pete Sena zeigt fünf Schritte, wie Sie die eigene Kreativität anleiern können.

blended-solutions.de
Mobile Learning und Kompetenzentwicklung” – Werner Sauter war auf der Learntec und berichtet von seinen Eindrücken.

lecturio.de
10 neuesten E-Learning Trends der betrieblichen Weiterbildung” – Das MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung befragt alljährlich Experten, welche E-Learning-Trends sich innerhalb der kommenden drei Jahre im Bereich betriebliche Weiterbildung abzeichnen. Die (wenig überraschenden) Ergebnisse gibt es im Artikel.

weiterbildungsblog.de
Social Learning zwischen Management, Unternehmenskultur und Selbstorganisation” – Social Learning ist mittlerweile eine alltägliche Praxis. Vor welche Herausforderungen es die betriebliche Weiterbildung stellt, erklärt Jochen Robes in der Zeitschrift “Wirtschaft & Beruf”.

t3n.de
Feierabend! Mit diesen 6 Tipps gehört die Zeit nach der Arbeit wirklich dir” – Nach dem Feierabend noch mal schnell das Notebook an, um noch eine Mail zu schreiben? Dann macht es keinen Unterschied, auf der Couch statt auf dem Schreibtischstuhl zu sitzen, der Feierabend ist hin. t3n.de listet sechs Tipps auf, bei denen die Zeit nach der Arbeit wirklich Ihnen gehört.

impulse.de
Wie Mitarbeiter an sich selbst wachsen” – Gute Mitarbeiter lassen sich immer seltener mit hohen Gehältern oder Firmenwagen locken. Im Fokus steht eher ein sinnerfüllter Job, die Vereinbarung von Arbeits- und Familienleben, ein gutes Betriebsklima, Eigenverantwortung und die Chance auf Entwicklung und Weiterbildung. Wie das Drogeriemarktunternehmen dm auf kreative Weise seine Mitarbeiter fördert, erklärt Unternehmerin und Impulse-Bloggerin Antje Hinz.

humanresourcesmanager.de
Digitalisieren, bevor es zu spät ist” – Warum HR bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsfelder eine zentrale Rolle einnimmt.

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Über den Tellerrand II/15 – HR-Links der Woche: Erfolgreich scrummen, richtig führen und eLearning-Trends 2015

Auch im neuen Jahr haben wir die die Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

Funders and Founders
9 ways to learn” – Neun Möglichkeiten zu lernen. Wie lernen Sie am besten?

meeting-magazin.de
Sechs Punkte um erfolgreich zu scrummen” – Beginnt man in einem Projekt oder in einer Firma mit SCRUM, ist vieles von Nöten. Fabian Gosebrink zeigt auf, was SCRUM von jeder Person, aber auch vom Team verlangt. Was es leistet und was man vorrausetzen sollte, um erfolgreich Software entwickeln zu können.

sueddeutsche.de
Für Chefs: Sechs Thesen zum richtigen Führen” – “Wenn der Chef glaubt, er führt, tue ich so, als ob ich arbeite”: Wie schafft es ein Unternehmer, seine Mitarbeiter zu motivieren? Reden, lauschen und entscheiden, meint unser Experte. Die Prinzipien für gute Chefs in sechs Thesen.

ZEIT online
Generation Y: “Die führen nicht effizient”” – Sie kommunizieren über Mail und Chat – das macht Prozesse langsam, sagt der Managementprofessor Philipp Riehm. Was passiert, wenn die Generation Y Chef wird.

personalwirtschaft.de
Gute Vorsätze 2015 – weniger Stress auf Platz eins” – Zu Anfang des neuen Jahres stürzen sich wieder viele Menschen in Vorsätze. Auf dem ersten Platz der guten Vorsätze für 2015 steht es für die Deutschen, Stress abzubauen.

elearninginfographics.com
Top 10 eLearning Trends For 2015 Infographic” – eLearning für das neue Jahr 2015.

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Über den Tellerrand XVIII/14 – HR-Links der Woche: Körpersprachenquiz, Lerntypen und Toptrends im Digital Learning

Wie immer zum Wochenausklang haben wir auch diesmal die Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

ZEIT online
Quiz: Wie verräterisch ist Ihre Körpersprache?” – Wie verräterisch ist Ihre Körpersprache? 10 Fragen im Online-Quiz der ZEIT.

karriere.at
Freizeit mit den Kollegen: Wahrheit oder Pflicht?” – Des einen Freud, des anderen Leid: Freizeit mit den Kollegen verbringen. Manche Kollegen sind bei gemeinsamen Aktivitäten immer dabei, andere selten bis nie – Arbeitspsychologe Walter Schlögl erklärt warum das so ist.

LinkedIn
Five Things Every Leader Should Do” – Brad Smith gibt fünf Tipps für Führungskräfte

pinkuniversity.de
14 Top Trends im Bereich des Digital Learning” – Vor ein paar Tagen veröffentlichte Christopher Pappas einen interessanten Artikel über die 14 Top Trends im Bereich der Lern-Management-Systeme (LMS). Wolfgang Hanfstein stellt die 14 Punkte gekürzt, kommentiert und frei übersetzt vor.

welt.de
Wenn Studenten aus aller Welt per Videochat lernen” – Erst galten sie als Billig-Variante des Management-Studiums, jetzt bieten viele Top-Schulen Online-MBAs an. Mit klassischem E-Learning hat das nur wenig zu tun. Doch deutsche Schulen hinken hinterher.

interaction-design.org
What kind of learner are you?” – 9 Lerntypen auf einen Blick.

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Über den Tellerrand IX/14 – HR-Links der Woche: Nervige Seminare, eLearning-Trends und Strombergs Karrieretipps

Wie jeden Sonntag haben wir auch diesmal die Links der Woche aus dem Bereich Weiterbildung, Training, Lernen und Personalentwicklung.

sueddeutsche.de
Warum sind Kreuzworträtsel so beliebt?” – Eine Ode an das Kreuzworträtsel, deren Macher und warum man sich immer den herausfordernsten seiner Art stellt.

Magazin Training
Nerviger Seminaralltag” – Es gibt spezielle Sätze und Fragen von Trainern sowie Situationen in einem Seminar, die Teilnehmer nerven. Ein Seminarbericht der besonderen Art.

netzlogbuch.de
Acht Regeln für totalen Stillstand in Unternehmen” – Acht Regeln für totalen Stillstand: Was Führungskräfte tun können, damit die Räder im Unternehmen stillstehen. Kluger, kleiner filmischer Einwurf von Netzwerkforscher Peter Kruse plus Transkript seiner Regeln. (via ManagerSeminare)

elearningindustry.com
5 eLearning Trends Leading to the End of the Learning Management System” – Kasper Spiro glaubt, dass es in fünf Jahren klassische LMS nicht mehr geben wird.

managerseminare.de
Joe Folkman im TV-Interview: „Die perfekte Führungskraft gibt es nicht”” – Was macht eine gute Führungskraft aus? Die Antwort auf diese Frage kennt Joseph Folkman. Der amerikanische Kompetenzforscher hat mehr als 50.000 Führungskräftebeurteilungen ausgewertet und keinen einzigen perfekten Chef gefunden.

meedia.de
“Hektik ist für Mitarbeiter”: Die besten Karrieretipps von “Stromberg”” – Er ist der bekannteste und berüchtigste Chef Deutschlands: Bernd Stromberg, Leiter der Schadensregulierung M bis Z bei der Capitol Versicherung. MEEDIA hat seine “besten” Karrieretipps zusammengetragen.

leadion.de
Kampf der Führungsmüdigkeit – wie Führung wieder Spaß machen kann” – Sowohl unsere eigenen Erfahrungen mit Führungskräften aller Altersgruppen, als auch die Aussagen unserer Kunden zeigen seit mehreren Jahren einen Trend auf: Deutschlands Führungskräfte sind zunehmend führungsmüde. leadion.de gibt fünf Lösungsansätze.

ZEIT online
Unternehmensgründer: Teamentwicklung im Live-Exit-Spiel” – Keine Survival-Abenteuer mehr. Teambuilding mal anders.

Zum Abschluss noch ein spannender Vortrag über MOOCs von Jörn Loviscach (dem YouTube Mathe-Professor) an der Bauhaus-Universität Weimar am 14. Februar 2014.

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Die Zukunft des Lernens ist mobil

Der MMB-Trendmonitor I/2012 ist online. Bereits zum siebten Mal hat das MMB-Institut eLearning-Experten um ihre Prognose zu künftigen Szenarien des digitalen Lernens gebeten und es hat sich ein eindeutiges Bild ergeben: Das Thema “Mobile Learning” steht hierbei an oberster Stelle der Top-Trends für die kommenden drei Jahre, wobei der Fokus hier auf speziellen Apps und nicht die mobile Adaption bestehender Inhalte liegt. Dabei stellen selbstverständlich die jeweiligen Stores und Markets einen wichtigen Vertriebsweg dar.

Auf dem mittlerweile zweiten Platz steht Blended Learning, gefolgt von virtuellen Klassenräumen. Interessant ist die sinkende Bedeutung von Serious Games im Kontext des Lernens, während die klassische Form des eLearnings – das Web Based Training – eine Renaissance erfahren zu scheint (vgl. Abb.2 auf Seite 4).

Auch wenn Experten spontan E-Learning-Zukunftstrends ohne Vorgabe benennen sollen, erhält „Mobile Learning“ mit großem Abstand die meisten Stimmen. Auf den nächsten Plätzen folgen „Social Media/ Social Learning“ und „Micro Learning/Rapid Learning“.

Diese Studie bestätigt auch unsere Beobachtungen, dass sich der Trend des erfolgreichen Lernens in Richtung kurze Lern-Happen (Rapid Learning) orientiert. Das Skillboxx-Modell vereint diese Trends: Eine Mischung aus traditionell-innovativen Trainings mit digitalen Lerninhalten sowie die mobile Transferunterstützung mittels edutrainment-Apps. Schauen Sie sich hierzu unsere Produktseite an, welche weiterführende Informationen gibt.


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Expertenforum: “Weiterbildung in der Zukunft”

Im Expertenforum des eLearning Journals wurde sich in der Februar-Ausgabe mit der Frage “Weiterbildung 2.0 – Wie sieht Weiterbildung in der Zukunft aus?” beschäftigt. Neben zahlreichen Weiterbildungsexperten stand auch Albrecht Kresse der Redaktion Rede und Antwort. Auszüge aus dem Interview möchten wir Ihnen an dieser Stelle gern zur Verfügung stellen, den ganzen Artikel finden Sie in der Ausgabe des eLearning Journals.

eLearning Journal: Der Wandel auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland bewegt sich von einem klassischen Bewerber- zu einem Nachfragemarkt. Können Sie in Ihrem Arbeitsalltag schon Trends und Richtungen feststellen, die die betriebliche Weiterbildung einschlägt – etwa ein deutlicher Wandel in den Bedarfen der Kunden?

Albrecht Kresse: Ich selbst bin kein Experte für Recruiting, aber ich kann sowohl in unserem kleinen Unternehmen als auch bei unseren Kunden feststellen, dass gute Bewerber heute sehr viel genauer hinschauen. Der Markt ist transparent geworden, und die Bewerber vergleichen sehr genau mit anderen Unternehmen in der Branche.
Die aktuellen Empfehlungen für einen richtigen und damit auch eher vorsichtigen Umgang mit Einträgen bei Facebook und Co. sind fast schon überholt. Gute Bewerber mit einer hohen Social-Media-Beteiligung verlangen von ihrem künftigen Arbeitgeber Kompetenz in diesem Bereich und einen toleranten Umgang mit der Facebook-Vergangenheit des Bewerbers. Alles andere wirkt schnell uncool.

eLearning Journal: Weiterbildung ist bisher ein Prozess, der seminaristisch und lernzielorientiert ist. Werden sich Weiterbildungsangebote über kurz oder lang aber auf neue Bedarfe einrichten müssen, die einen Wandel in Inhalt, Struktur und Dauer der Weiterbildung erforderlich machen?

Albrecht Kresse: Die strukturierte Weiterbildung und Personalentwicklung hat mehrheitlich immer noch das formelle Lernen im Fokus. Bei der edutrainment company sorgen wir dafür, dass die Teilnehmer auch Angebote und Tipps für informelles Lernen erhalten. Das ist ja auch mein immer wieder vorgetragenes Credo nach dem mündigen Selbstlerner.

eLearning Journal: Der demografische Wandel ist ein Faktor, der die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes und damit auch die Weiterbildung stark herausfordert. Wenn weniger Menschen mehr Arbeit zu verrichten haben – was in der Folge der schon jetzt absehbare Effekt des demografischen Wandels ist -, wie muss sich Ihrer Einschätzung nach die Weiterbildung in den nächsten fünf Jahren entwickeln?

Albrecht Kresse: Für die jungen Zielgruppen wird die Bedeutung der formellen Weiterbildung sinken. Hier geht es eher um Ausbildung in Metakompetenzen für die Karrieresteuerung und Persönlichkeitsentwicklung und orts- und zeitunabhängige Angebote für klassische Inhalte. Für ältere Zielgruppen 50plus – manche Unternehmen rechnen auch schon 40plus zu den älteren Zielgruppen – wird es immer mehr spezifischere Weiterbildungs- und Trainingsangebote geben – gerade auch für die Nutzung neuer Medien.

eLearning Journal: Weiterbildung und digitale Medien – muss das sein, soll das sein?
Welchen didaktischen Mehrwert können wir durch die Einbeziehung digitaler Medien in den Weiterbildungsprozess erzielen?

Albrecht Kresse: Wer heute noch die Bedeutung digitaler Medien in der Weiterbildung grundsätzlich in Frage stellt, dem ist nicht mehr zu helfen. Viele Angebote hinken aber dem privaten Medienkonsumverhalten der Zielgruppen, sprich der Teilnehmer, Jahre hinterher. Das ist das größte Problem beim Einsatz neuer Medien. Der didaktische Mehrwert ergibt sich aktuell sehr, sehr stark im Bereich der Transferunterstützung.

eLearning Journal: Die Frage, wohin die Reise mit der Weiterbildung geht, ist auch eine Frage nach der ihr zugrundeliegenden Vor- und Ausbildung. Müssen wir in Anbetracht der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens aufhören, den Quartiärbereich Weiterbildung als „entkoppelt“ von den vorgelagerten Bildungsstufen wie Sek II, Hochschule/FH/Uni sehen und damit eher eine ganzheitliche Betrachtung des Bildungs- und Weiterbildungssystems verfolgen?

Albrecht Kresse: Die alte Bildungskette funktioniert heute überhaupt nicht mehr. Und die institutionalisierte Weiterbildung macht einen großen Fehler, wenn sie weiter nur versucht, Bedarfe zu erfassen und dafür maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln. Die Zukunft muss im selbst gesteuerten Lernen liegen. Die Metakompetenz „Lernen lernen“ muss an Schulen und Universitäten einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Dann haben auch die Unternehmen eine Chance, andere Weiterbildungsangebote zu kreieren.

eLearning Journal: Wie sehen Sie die Verlagerung der Zielgruppen für Weiterbildung? Werden wir in Zukunft einen steigenden Weiterbildungsbedarf auch bei Tätigkeiten auf dem Basisniveau sehen?

Albrecht Kresse: Lebenslanges Lernen ist nicht neu, sondern ein Prinzip der menschlichen Existenz. Wir können nicht nicht lernen. Tätigkeiten oder berufliche Kompetenzen, die vom Lernen und vom Dazulernen ausgenommen sind, wird es nicht mehr geben. Die Herausforderung besteht also darin, attraktive didaktische Lernformate auch für die so genannten bildungsfernen Zielgruppen zu entwickeln.

eLearning Journal: Der Markt verlangt, dass betriebliche Weiterbildung messbar bleibt. Für wie wichtig halten Sie die Messbarkeit dessen, was der Lerner gelernt haben sollte und was er gelernt hat? Ist eine solche Messung überhaupt objektiv möglich und sinnvoll?

Albrecht Kresse: Die Frage des Bildungscontrollings gewinnt eine immer stärkere Bedeutung. In Zeiten knapper und damit umkämpfter Budgets müssen die Personalentwickler und Weiterbildner in den Unternehmen ihre Etats verteidigen und in harten Zahlen messbar machen. Was wir benötigen, ist ein Standard im Bildungscontrolling. Ich träume von einem Lern- oder Kompetenzindex, der unternehmensspezifisch und tagesaktuell berechnet werden kann. Dafür brauchen wir eine Lösung.

eLearning Journal: Wie schätzen Sie die Weiterbildungsbemühungen in Deutschland im internationalen Vergleich ein? Sind wir auf dem Weg zur Bildungsrepublik?

Albrecht Kresse: Von der Bildungsrepublik sind wir meilenweit entfernt. Der Blick in deutsche Klassenzimmer lässt nichts Gutes ahnen. Schulen mit einer IT-Infrastruktur knapp über dem örtlichen Gemüsehändler gelten schon als gut ausgestattet, und ein Smartboard im Klassenzimmer ist das Höchste der Gefühle. Potenzialdiagnostik gibt es an den Schulen immer noch nicht, Unterricht zum Thema „Lernen lernen“ meist erst ab der 7. Klasse.
Es gibt aber auch lohnenswerte positive Beispiele. Diese sollten wir herausstellen. Gute Lehrer müssen auch belohnt werden. Alle internationalen Bildungsstudien zeigen eines: Erfolgreiche Bildungsländer haben ein Bildungssystem, das im jeweiligen Land hohe öffentliche Anerkennung genießt. Das ist in Deutschland immer noch anders.

eLearning Journal: Wie schätzen Sie den derzeitigen Anteil von eLearning in der Weiterbildung ein? Ist der Bedarf bereits gesättigt?

Albrecht Kresse: eLearning steht immer noch am Anfang. Aktuell steigen viele kleinere und mittelständische Unternehmen in das Thema eLearning ein. Der Markt ist aber immer noch wenig transparent. Viele Unternehmen glauben, eLearning sei immer noch eine Frage von Tools und Software. Dabei geht es auch hier gerade um die didaktische Qualität. Daran mangelt es noch immer. Und für Didaktik wird auch zu wenig Geld ausgegeben. Für viele eLearning-Ansätze ist immer noch der Wunsch nach Kostenersparnis ein wesentlicher Treiber. So sehen die Lösungen dann leider oft auch aus.

eLearning Journal: Bisher war Weiterbildung zu Lasten der Unternehmen durchzuführen. Das heißt, die Unternehmen haben die Kosten und den Leidensdruck, die eigenen Mitarbeiter auf dem neuesten Wissensstand zu halten. Wird die Investition in Weiterbildung in Zukunft auch eine Investitionsaufgabe der Gesellschaft sein?

Albrecht Kresse: Mit den Kosten der Weiterbildung wird es in einigen Jahren so sein wie mit den Gesundheitskosten: Es wird Bestrebungen geben, den Einzelnen stärker an diesen Kosten zu beteiligen. Ich könnte mir vorstellen, dass es in einigen Jahren eine Art Kompetenzpass gibt, in dem alle Kompetenzen erfasst sind und private Weiterbildungen auch erfasst und belohnt werden können. Wer mehr lernt, ist nicht nur kompetenter und hat den besseren Job, sondern bekommt auch noch mehr Weiterbildung bezahlt.

eLearning Journal: Wird Weiterbildung mehr und mehr zum „Just-In-Time“-Business? Welcher eLearning-Methode würden Sie das meiste Potential für die nächsten zwölf Monate zusprechen?

Albrecht Kresse: Die Zukunft gehört allem, was schnell und mobil ist. Das gilt auch beim Thema Lernen. Deshalb ist videogestütztes Lernen ein Trend, der auch in den nächsten zwölf Monaten weiter voranschreiten wird. Hier gibt es auch immer mehr Angebote im B2C-Bereich, an denen sich sowohl die Anbieter beruflicher Bildung als auch die Unternehmen orientieren sollten.


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