Trainingsdurchführung in Microsoft Teams oder in Zoom? Ein Vergleich.

Immer wieder stellt sich die Frage, worin der Unterschied besteht, wenn ein Live-Online-Training mit Microsoft Teams oder zum Beispiel mit Zoom durchgeführt wird. Neben allen üblichen Features gibt es vor allen Dingen zwei entscheidende Unterschiede, die aus didaktischer Sicht für Zoom sprechen:

Die Bildschirmansicht in der Galerie ist mit allen Teilnehmenden möglich.

Bei Zoom können alle Teilnehmenden mit Video in der Galerieansicht gleichzeitig zu sehen sein. Das verschafft einer Gruppe von 12 bis 14 Teilnehmern tatsächlich ein Gruppengefühl und gibt dem Trainierenden die Möglichkeit, allen in die Augen zu schauen und Teilnehmer, die etwas ruhiger sind, ganz gezielt miteinzubeziehen. Es ist vor allen Dingen emotional von Bedeutung.

Live Online Training

In Microsoft Teams werden derzeit nur maximal vier Personen mit Video am Bildschirm dargestellt. Alle anderen erscheinen nur im Symbol in einer Leiste auf dem Bildschirm. Wer spricht, ist automatisch mit dem Video auf dem Bildschirm zu sehen. Dies führt dazu, dass introvertierte Teilnehmende eindeutig benachteiligt sind. In der Regel sind immer die gleichen Videobilder zu sehen von den Teilnehmern, die von sich aus sehr aktiv sind. Das ist aus didaktischer Sicht ein eindeutiger Nachteil, der extrovertierte Mitarbeitende bevorzugt und dem Trainierenden die Einbeziehung aller Teilnehmenden erschwert.

Breakout Sessions

Die Durchführung von Breakout Sessions – also die Einteilung in Kleingruppen zur Bearbeitung eines Themas – ist für ein echtes Live-Online-Training ein entscheidendes Kriterium. Wie schnell und unkompliziert dies möglich ist, entscheidet maßgeblich über den Erfolg dieses Features.

Auch hier ist Zoom eindeutig im Vorteil. Der Moderator kann hier ganz unkompliziert die Gruppen einteilen. Diese finden sich automatisch in einem Gruppenraum wieder, können hier eigene Unterlagen erstellen, an diesen arbeiten, das Whiteboard nutzen, vorhandene Unterlagen kommentieren und annotieren und diese Arbeitsergebnisse dann unkompliziert in den Hauptraum wieder mitnehmen. Der Trainer oder die Trainerin kann durch die Gruppen wandern und diese bei der Arbeit unterstützen. Schon sich als Trainierende kurz zu zeigen, während die Teilnehmenden in einer Gruppenarbeit sind, führt zu besseren Arbeitsergebnissen, weil den Teilnehmenden klar ist: Okay, wir müssen wirklich bei der Aufgabenstellung bleiben.

Breakout Session

Ganz so einfach (zumindest für den Administrator) ist das in Microsoft Team so nicht möglich. Es gibt den Umweg, über die Einstellung von Untermeetings auch aus dem Hauptmeeting zu wechseln. Die erste Erklärung und das Einrichten dauern hierbei ein wenig länger, gerade bei in Teams unerfahrenen Teilnehmenden, da der Administrator die Teilnehmenden nicht steuern kann, sondern sie selber in die Breakout-Rooms navigieren müssen.

Außerdem können die Teilnehmer nicht so unkompliziert wie in Zoom mit dem Hauptmoderator kommunizieren, und dieser kann auch keine Nachrichten über die Chatfunktion in alle Gruppen zeitgleich senden. Dafür funktioniert der selbstständige Wechsel zwischen Hauptraum und Breakoutsession im weiteren Verlauf des Trainings mittels eines einzigen Klicks, da Teams die Möglichkeit bieten, über einen (nennen wir es mal) Switcher zwischen dem aktuellen und vorherigen Meeting zu wechseln.

Fazit

Aus Trainer-Perspektive ist Zoom das eindeutig bessere Tool. Den Unterschied kann man sich ungefähr so vorstellen: Bei Präsenztrainings ist ja auch die Frage, finden sie bei uns in einem eigenen Meetingraum statt, der vielleicht fest montierte Tische hat und sich daher für ein echtes interaktives Training ohne Störung nicht wirklich eignet, oder in einem Hotel außerhalb der Stadt ohne Ablenkung mit einen Trainingsraum, der groß ist, Gruppenräumen und einer Sitzordnung ohne Tische, in der ich ein echtes Gruppengefühl aufbauen kann. Wer beides erlebt hat, weiß, das macht einen großen Unterschied. Aber nicht immer kann man sich das perfekte Trainingsszenario in einem Seminarhotel erlauben. Und genauso ist es manchmal sicherheitstechnisch mit Teams versus Zoom.

Oder anders herum gedacht: Wer bisher nicht darauf geachtet hat, ob echte Trainings in passenden Räumlichkeiten und geschützter Lernatmosphäre stattfinden, der wird sich vielleicht jetzt auch eher für Microsoft Teams entscheiden. Wem Didaktik und optimale Lernbedingungen wichtig sind, wird überall Zoom erlauben, wo es um echtes Training geht und keine strategisch relevanten unternehmensinternen Informationen geteilt werden.

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